Freiwillige Feuerwehr Hallwang

Geschichte

Geschichte und Gesetze dese Feuerwehrwesens im Lande Salzburg

Schon in der Römerzeit war in den engen, befestigten Städten die Feuerbekämpfung streng organisiert. Diese Brandbekämpfungsmethoden gingen jedoch im Zuge der Völkerwanderung gänzlich verloren.
Im Mittelalter entstanden nach und nach Feuerordnungen zur Brandverhütung bzw. Brandabwehr, welche jedoch die Ausbreitung eines Feuers auf ganze Stadtviertel und Dörfer nicht verhindern konnte.

Im Erzbistum Salzburg war der Fürsterzbischof als Landesherr für die Ordnung im Erzstift verantwortlich. Im Jahr 1524 erließ Matthäus Lang für die Stadt Salzburg die "Ordnung zum Schutz vor Feuer, ferner wie man sich verhalten soll, wenn ein Feuer oder ein anderer Auflauf in der Stadt entstehen sollte". Am 1. April 1648 wurde erstmals eine "Feuerordnung für die Märkte, offenen Flecken und Dörfer" erlassen. Diese befahl u.a. die Rauchfänge und Feuerstätten mindestens zwei Mal im Jahr zu kehren, im Sommer unter den Dächern gefüllte Wasserbottiche aufzustellen, eine jährliche Feuerbeschau durchzuführen und im Brandfall mit den Kirchenglocken oder anderen Lärmgeräten Alarm zu schlagen.
Für die Dörfer wurde das Anlegen von Schwemmen, Lacken und Gruben für das Regenwasser vorgeschrieben, die Rauchfänge mussten über das Dach hinausragend erstellt werden. Mit brennenden Spänen oder offenem Licht in die Ställe zu gehen, war strengstens untersagt. Feuerhacken, Leitern und Wassereimer waren an einem zentralen Ort aufzubewahren.

In Oberndorf an der Salzach wurde 1864 die erste freiwillige Feuerwehr im Land Salzburg gegründet, bis 1881 entstanden 31 weitere Feuerwehrvereine.
Mit de am 10. November 1880 erlassenen Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung für das Herzogtum Salzburg wurde das Feuerlöschwesen ganz neu aufgebaut. Die Gemeinden wurden verpflichtet, eine Löschordnung zu erlassen. Falls keine freiwillige Feuerwehr gebildet wurde, waren Personen zur Leitung der Geräte einzuteilen. Alle Einwohner waren zur Hilfeleistung bei Bränden verpflichtet. Auf Grund dieses Gesetzes wurde 1881 der Landesfeuerwehrverband gegründet.

Im Jahr 1935 wurden per Gesetz die freiwilligen Feuerwehren aus dem Vereinsrecht herausgenommen und zu öffentlich rechtlichen Körperschaften mit Führerprinzip umgewandelt. Nach 1939 wurden sie als Hilfspolizeitruppe der Polizeigerichtsbarkeit unterstellt.
Nach dem Krieg wurde vorerst das Feuerwehrgesetz von 1935 wieder in Kraft gesetzt. Nach dem Gesetz von 1954 erhielten die freiwilligen Feuerwehren als Einrichtung der Gemeinden wieder volle demokratische Strukturen. Das derzeit geltende Feuerwehrgesetz stammt aud dem Jahr 1978.

Bei allen Verbesserungen und Neuerungen der Gesetze und Ausrüstungen bleibt der Sinn für das Feuerwehrwesen der gleiche, nämlich Menschen in Not zu helfen - unter dem Motto


"Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr"

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Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hallwang am 11. Oktober 1924

 

71 Mann aus dem Gemeindegebeit fanden sich am 11. Oktober 1924 spontan zum Beitritt in die Freiwillige Feuerwehr Hallwang bereit, die an diesem Tag ihre Gründungsversammlung unter Vorsitz von Gauinspektor Otto Platzer und Bezirksinspektor-Stv. Handlechner aus Seekirchen abhilt.
Ein erstes Spritzhaus hat es schon im Jahre 1922 in Mayrwies gegeben.

Zum Kommandanten und 1. Brandmeister wurde damals Webersdorfer Matthias, Hallwangerwirt, zum 2. Brandmeister Moshammer Roman, Mayrwieswirt, zum 1. Zeugwart Moshammer Roman, Mayrwiesschmied, zum Schriftführer und Kassier Sommerauer Johann, Oberlehrer, und zum Sanitätsführer Berger Josef, Lehrer, gewählt.

Die Wahl erfolgte für alle Funktionen einstimmig.

Die Feuerwehr wurde bereits bei der Gründung in vier Züge aufgeteilt. Aus dem Protokoll vom 21. Oktober 1924 geht folgende Einteilung hervor:

1. Zug - Hallwang-Dorf
2. Zug - Mayrwies
3. Zug - Zilling
4. Zug - Esch

Eine Regelung, die übrigens auch heute noch seine Gültigkeit besitzt.

Ihre erste große Bewährungsprobe legte die junge Feuerwehr ein Jahr nach der Gründung ab, als am 20. Mai 1925 in Tiefenbach das Feuer beim Kittl- und Gschaiderbauern wütete.

Aus alten Zeitungsartikeln erfuhr man, dass schon bei der Gründung der FF Hallwang eine Spritzengemeinsachft bestand, die am 25. September 1913 bei der Firma Oberascher eine Fahrspritze mit zwei Schläuchen kaufte. 1936 wurde bei der gleichen Firma die erste Motorspritze erworben.

Eine Zeitungsnotiz vom 3. Juni 1890 besagt, dass Kaiser Franz Joseph an diesem Tage zur Anschaffung von Löschgeräten für Hallwang 80 Gulden spendete.

 

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Bau einer neuen Zeugstätte im Jahre 1926

Da die Zeugstätte Mayrwies der Erweiterung der Bundesstraße weichen musste und die Zeugstätte in Esch aufgelassen wurde, entschloss sich die FF Hallwang zu einem Neubau im Dorf, der drei Löschmaschinen Platz bietet.
Am 20. März 1926 wurde die Baubewilligung seitens der Gemeindevertretung unter Bürgermeister Peter Leitner erstellt. Den Hausbesitzern von Hallwang wurde eine "prozentuelle Beitragsleistung" auferlegt. Baron Friedrich Mayer-Melnhof wurde um Bauholz und die Bundesbahndirektion in Linz um einen "finanziellen Baustein" gebeten.
Die Einweihung erfolgte anlässlich der Florianifeier am 9. Mai 1926.

Mit dem Bau des neuen Gemeindezentrums wurde auch die heutige Zeugstätte errichtet, welche am 29. Mai 1983 eingeweiht wurde.
In Zilling wrde während der Amtszeit von bm. Felix Trickl in den Jahren 1950/51 eine neue Zeugstätte errichtet.

Fahnenweihe in Hallwang (Sbg. Chronik vom 18.8.1930)

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Von einem wider alle Erwartungen angenehmen Wetter begünstigt, fand am 17. August 1930 unter freudiger Anteilnahme der ganzen Bevölkerung die Weihe einer Fahne der Freiwilligen Feuerwehr statt. Wochen hindurch hatten sich fleißige Hände geregt, um alle Häuser des Dorfes möglichst schön zu schmücken, Triumphbögen aufzustellen und dergleichen. Dank dem endlich eingetretenene Witterungsumschlag war die aufgewandte Mühe doch nicht umsonst.

Schon am Vorabend konnte der geplante Fackelzug mit Gedenkfeier beim nun elektrisch beleuchtetend Kriegerdenkmal abgehalten und prächtiges Feuerwerk abgebrannt werden.
Der Fahnenmutter, Frau Maria Webersdorfer, Gastwirtin, wurde ein Ständchen dargebracht.
Der Morgen des Festtages selbst galt zunächst dem Empfange der vielen Vereine, die kameradschaftlich der Einladung Folge geleistet hatten; nahezu fünfzig waren gekommen, dreißig hatten auch ihre Fahnen mitgebracht, drei ihre Musikkapelle.
Auf der Wiese hinter dem Mesnerbauerngut war eine Tribüne errichtet worden, auf der sich dann der Festakt, die Feldmesse und die Fahnenweihe, vollzog.
Es war ein prächtiger Anblick: die im Winde flatternden Fahnen, im Hintergrunde der nun endlich wieder blau gewordene Himmel und der Kranz der schneebedeckten Berge.

Nach einem von Frl. Frieda Sommerauer eindrucksvoll vorgetragenen Begrüßungsgedicht und einer Ansprache des Ortsseelsorgers entbot der Obmann des Kriegervereins, Herr Leitner, den Gruß an die neugeweihte Fahne und den Dank an die erschienenen Vereine.
Landtagsabgeordneter Freundlinger erörterte in seiner Festrede den Wahlspruch der Feuerwehr


"Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr".

 

Graf Colloredo überbrachte die Grüße und den Dank der Landesregierung und der Bezirkshauptmannschaft. Bezirksinspektor Handlechner forderte gleichfalls zu treuem Festhalten an den Idealen der Feuerwehr auf. Nach Vereteilung der Erinnerungsbänder formierte sich ein prächtiger Festzug, dessen Abschluss die Defilierung vor den bei der Spritzhütte postierten Honoratioren und der neuen Fahne bildete.

Mittlerweile war es zwölf Uhr geworden und alles eilte nun dem Gasthaus Webersdorfer zu. Ein Festmahl vereinte für einige Stunden die fahnengeschmückte Wehr und ihre Gönner und Freunde.
So hat diese Feier, um deren präzise Vorbereitung und Durchführung sich besonders Lehrer Berger die größten Verdienste erworben hat, den denkbar schönsten, durch nichts getrübten Verlauf genommen.

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